Hej Faultier, was geht?

Mit dieser sch*** Krankheit stößt man quasi ständig an seine stets neuen Grenzen. Es gibt Phasen, da werde ich fast wahnsinnig deshalb, fühle mich, wie wenn ich gegen Wände renne. Dann realisiere ich aber wieder mal, dass das totaler Quatsch ist. Wobei.... so ein bisschen Wahnsinn? Why not?! Es geht doch jedem so, dass einen Themen mal mehr und dann eben auch wieder weniger quälen, nur empfinde ich das als heftiger wenn man krank ist oder einer der Lieblingsmenschen krank ist und/oder andere große Probleme den Alltag bestimmen.

 

Wenn man ständig spürt, dass NIX mehr so ist, wie's mal war. Das Leben im Großen und Ganzen. Aber auch die vielen 'Nuancen'....

Ich habe schon immer darauf geachtet, nichts als selbstverständlich zu nehmen, denn nichts im Leben ist selbstverständlich. Und dennoch erwischt einen Krankheit grundsätzlich auf dem linkesten aller Füße. Wie geht's weiter? Wird's irgendwann wieder besser? Wann kommt der Forschungsdurchbruch? Wann gibt es wirksame Medikamente? Wann kann sich JEDER wenigstens Symptomlinderung leisten weil die Kassen auch OffLabel-Medikamente bezahlen? Wird Heilung möglich? 

Und: Wann werden wir von der Medizin und der Politik wirklich ernst genommen? Wie lange müssen wir uns noch unter jedem Artikel über LongCovid/PostCovid/PostVac oder ME/CFS auch noch verhöhnen lassen? Weil das alles ja noch nicht schlimm genug ist, muss doch tatsächlich so manch dahergelaufener Möchtegern-Immunologe mit wenig Ahnung dafür aber unendlich viel Meinung kommentieren und unsereiner passt auf, dass er die gute Kinderstube nicht vergisst und lediglich anbietet, die Krankheit gerne mal für ein paar Tage auszuleihen.

 

Nebenher muss man noch aufpassen, dass das Leben nicht komplett aus den Fugen gerät. Ist die Krankheit schließlich auch eine riesige Belastung für den Partner und die Familie. Jeder muss seinen persönlichen Weg finden, damit umzugehen und ganz wichtig, man will dabei niemanden verlieren. Es reicht, wenn ach so gute und langjährige Freundschaften den Bach runtergehen weil man nimmer funktioniert. Wie wenn man auf einmal nur noch aus Krankheit besteht. Dabei ist der Mensch doch noch immer der Selbe. 

 

Puh.... das musste mal raus....